Einfach in den Tag hineinleben? Nichts für mich, das macht mich ganz nervös. Ich liebe es zu planen und ich mag das Gefühl zu wissen, was auf mich zu kommt und abends ins Bett zu gehen mit dem Wissen etwas geschafft zu haben. Leider packe ich mir meinen Terminkalender dadurch manchmal zu voll und habe kaum Zeit für mich selbst.

Ganz bewusst habe ich mir also am Wochenende eine kleine Auszeit eingeplant und zwei Tage in meinem Kalender geblockt, an denen ich mich um mich selbst kümmere. Nach dem Wochenende habe ich erst richtig gemerkt, wie sehr ich es nötig hatte, meine Batterien wieder aufzutanken, um wieder voll durchstarten zu können.

Um den Alltag auch wirklich hinter mir zu lassen, bin ich gemeinsam mit Stefan raus aus München und rein in die Berge. Nach ca. 3 Stunden Autofahrt sind wir im Brandnertal in Vorarlberg angekommen. Das kleine Dorf Brand ist umgeben von Bergen und hat uns mit blauem Himmel und Sonnenschein begrüßt.

Brand in Vorarlberg

Das Brandnertal bietet eine Kulisse zum dahin Schmelzen.

Die Region bietet vor allem für Sportler jede Menge Abwechslung. Von Brand starten viele Wanderwege, aber auch Kletterer oder Mountainbiker kommen hier auf ihre Kosten. Etwas fehl am Platz wirkt der Golfplatz in mitten der naturbelassenen Gegend. Aber im Brandnertal wird eben für jeden etwas geboten.

Mit Tennisplätzen und einem kleinen aber feinen Spa-Bereich hat der Walliserhof, in dem wir übernachtet haben, das Aktivprogramm gut ergänzt. Für 5 Euro wurde am Sonntagmorgen ein Yoga-Kurs angeboten, um fit in den Tag zu starten. Nach kurzem Überlegen habe ich mich aber gegen das morgendliche Yoga und für eine extra Mütze Schlaf entschieden.

Alte Wassermühle in Brand

Eine alte Wassermühle am Gebirgsbach.

Um die Gegend erstmal zu erkunden, haben wir nach unserer Ankunft einen kleinen Spaziergang durch das Dorf gemacht und auf der Sonnenterasse des Hotelrestaurants mit einem leckeren Aperol Sprizz beendet. Einfach mal die Seele baumeln lassen, Sonne tanken und über Gott und die Welt sprechen. Viel zu selten haben wir in letzter Zeit solche Momente gehabt und daher umso mehr genossen.

Aperitiv auf der Sonnenterasse

Die Sonnenterasse des Walliserhofs lädt zum Verweilen und Genießen ein.

Am nächsten Tag sind wir mit Blick auf die Berge aufgewacht. Da möchte man am Morgen gar nicht das Bett verlassen – wäre da nicht das Frühstücksbuffet.

Zimmer im Walliserhof

Unser lichtdurchfluteter Schlafbereich – der Blick vom Bett fällt auf die Berge.

Blick auf die Berge von unserem Zimmer im Walliserhof

Das Zimmer im fünften Stock ist mit einem Balkon und diesem traumhaften Ausblick ausgestattet.

Mit selbstgemachtem Brot und einer Vielfalt an Wurst und Käse, frischem Obst, Säften und Müsli ist für jeden etwas dabei.

Das Designhotel legt Wert auf Details. Modernes Gedeck ziert den Restaurantbereich.

Gut gestärkt haben wir für Euch einen der Wanderwege getestet und sind von Brand zur Unteren Brüggele Alpe gewandert. Die Hütte ist ein wirklicher Blickfang vor der Kulisse der teilweise noch mit Schnee bedeckten Berge. In den Sommermonaten gibt es dort auch Verpflegung für hungrige und durstige Wanderer.

Untere Brüggele Alpe

Untere Brüggele Alpe

Der Anstieg war gut machbar und anspruchsvoll genug, um mir einen ordentlichen Muskelkater zu verpassen. Die umliegenden Berge, die Wasserfälle, so wie die Murmeltiere, die uns begegnet sind, haben eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen. Wer denkt da noch an den Alltag?

Nach unserer kleinen Auszeit in den Bergen, war mir erst richtig bewusst, wie sehr mich der Alltag in letzter Zeit im Griff hatte und wie gut es tut, den Alltag einfach mal für einen Moment hinter sich zu lassen und auf den eigenen Körper zu hören.

Walliserhof

Danke an den Walliserhof für die Einladung und das wunderschöne Wochenende.

4 comments on “Meine kleine Auszeit in Brand – der Berg ruft!

  • Das hört sich toll an. Natur und Berge, was will man mehr und dazu dieser Ausblick vom Bett. Muss ich unbedingt auch mal mit meiner Familie ausprobieren. Weißt du zufällig, ob dort ein Babybett vorhanden ist?

    Viele Grüße,

    Susanna

    • Ohja, da hast du recht, liebe Susanna!
      Bezüglich dem Babybett kann das Hotel bestimmt Auskunft geben. Aber es würde mich wundern, wenn es das nicht gibt.
      🙂

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