19 Tage vor unserem geplanten Urlaub haben wir immer noch kein Reiseziel definiert und auch immer noch keine Muse uns damit zu befassen. Es steht nur fest, wir wollen weg und uns nach Weihnachten ein bisschen vom Fernweh treiben lassen.
Natürlich sind wir nicht die einzigen Menschen, die nach den Weihnachtsfeiertagen (auch noch über Silvester) wegfahren möchten. Das macht sich schnell bei den Flugpreisen bemerkbar und das ursprüngliche Ziel Dublin stellt sich schnell als überteuerter Spaß heraus mit beinahe 300 Euro pro Ticket. Wir verbringen unseren Sonntagabend am 3. Advent also bis tief in die Nacht damit Flüge zu checken, Hotelbewertungen zu lesen, um dann doch wieder auf Google Maps ein komplett neues Land herauszupicken, das wir bereisen könnten. Um 0.26 Uhr ist immer noch kein konkreter Plan in Aussicht und wir schwanken zwischen Wellness in Karlsbad, Shopping in Graz oder Croissants essen in Paris. Kurz vor der Ehekrise kommt uns die Idee über Blind Booking das Schicksal, bzw. Lufthansa über unser Reiseziel entscheiden zu lassen.
Blind Booking: Überraschungsflug
Verschiedene Airlines bieten Überraschungsflüge bzw. Blind Booking an und ermöglichen es so günstig an Flugtickets zu kommen. Der Haken daran (ok, nennen wir es Nervenkitzel) ist, dass das Reiseziel bis Erhalt der Buchungsbestätigung unbekannt ist.
So geht’s
Eine grobe Vorauswahl kann getroffen werden und man entscheidet sich letztlich für ein Paket, das ca. acht Städte beinhaltet, die dann in Frage kommen. Einzelne Städte können auch ausgeschlossen werden. Allerdings steigt der Ticketpreis mit jeder Stadt, die Ihr ausschließt. Ich weiß, jetzt hört sich das Ganze schon weniger nach Reisepoker an und ist auch was für schwache Nerven.
Wir entscheiden uns letztendlich für „The Great Outdoors“. Dabei kommen Belgrad, Faro, Kopenhagen, Stockholm, Danzig, Genf, Oslo und Toulouse infrage. Insgeheim hoffe ich auf Kopenhagen oder Stockholm. Noch schnell gegoogelt, wo eigentlich Faro ist (Geografie war nie meine Stärke – Portugal, falls es Euch ähnlich geht!) und dann wird auch direkt nach den Reisedaten und Zahlungsinformationen gefragt.
Puls auf 180 und mit schwitzigen Fingern auf „Jetzt Buchen“ geklickt. Und da war sie schon, die Buchungsbestätigung für unseren Flug nach Kopenhagen!
Fazit: Unsere Erfahrung mit Blind Booking
Für Unentschlossene oder Reisende, die sich gerne überraschen lassen, ist das Konzept wirklich toll! Die Preise sind sehr fair, auch an beliebten Reisedaten wie Weihnachten oder Silvester. Durch die Funktion Städte auch auszuschließen, kann von vornherein sichergestellt werden, dass es keine bösen Überraschungen gibt.
Das einzige Manko: die Hotelsuche bleibt Euch nicht erspart! Wer so kurzfristig wie wir bucht, hat ggf. eine kleinere Auswahl oder muss teurer Angebote für die Übernachtung in Kauf nehmen.
Wir würden es auf jeden Fall wieder machen und waren froh, in der wunderschönen Stadt Kopenhagen gelandet zu sein. Auf meiner Bucketlist stand Kopenhagen nämlich bisher nicht – empfehle ich Euch aber auf jeden Fall Eurer Liste mit Reisezielen hinzuzufügen!
Neugierig auf Kopenhagen? Post coming soon.